Laws of Cricket

Der Cricketsport besitzt schon seit über 250 Jahren geschriebene Regeln. Diese wurden im Laufe der Zeit durch die jeweils verantwortlichen Organisationen erweitert und ergänzt. Seit seiner Gründung im Jahre 1787 gilt der Marylebone Cricket Club (MCC) als die alleinige Autorität im Aufstellen und Ändern dieser Regeln. […]

Die Grundregeln des Crickets haben sich über die letzten 250 Jahre erstaunlich gut bewährt. Im Allgemeinen wird dies der Tatsache zugeschrieben, dass traditionell die Cricketspieler diesen Sport sowohl in Übereinstimmung mit den Idealen des Cricketsports als auch nach dessen Regeln ausgeübt haben (aus dem Vorwort der Laws of Cricket).

Präambel – Die Ideale des Cricketsports (The spirit of Cricket)

Dieser Sport verdankt seinen einzigartigen Charakter zu großen Teilen der Tatsache, dass er nicht nur nach bestimmten Regeln gespielt werden, sondern auch den Idealen des Cricketsports folgen sollte. Jede Aktion, die als Missachtung dieser Ideale zu betrachten ist, stellt eine Verletzung gegen den Sport selbst dar. Die Hauptverantwortung für die Einhaltung des Fair Play liegt bei den Kapitänen.

  1. Faires und unfaires Spiel
    Den Regeln zufolge haben die Schiedsrichter die alleinige Entscheidungsgewalt darüber, was als fair und unfair zu betrachten ist.
    Die Schiedsrichter können jederzeit einschreiten. Es liegt in der Verantwortung der Kapitäne, wann immer gefordert die nötigen Maßnahmen zu ergreifen.
  2. Zwei Regeln übertragen dem Kapitän verbindlich die Verantwortung für das Verhalten der Mannschaft.Verantwortung der Kapitäne
    Die Kapitäne sind zu jedem Zeitpunkt dafür verantwortlich, dass das Spiel sowohl in Übereinstimmung mit den Idealen des Cricketsports als auch nach den Regeln durchgeführt wird.
    Verhalten der Spieler
    Falls sich ein Spieler nicht den Anweisungen eines Schiedsrichters fügt, die Entscheidungen eines Schiedsrichters durch Wort oder Tat kritisiert, seine Ablehnung zum Ausdruck bringt oder sich allgemein in einer Weise verhält, die den Cricketsport in Verruf bringen könnte, muss der betreffende Schiedsrichter den Vorfall zunächst dem anderen Schiedsrichter und dem Kapitän des Spielers melden. Danach muss er den Kapitän dazu anweisen, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen.
  3. Die Schiedsrichter sind befugt einzuschreiten, wenn
    • es zu Spielverzögerungen kommt
    • die Pitch beschädigt wird
    • ein Bowler gefährliche oder unfaire Würfe ausführt
    • der Zustand des Balls absichtlich verändert wird
    • andere als unfair geltende Aktionen durchgeführt werden
  4. Die Ideale des Cricketsports basieren auf dem Respekt gegenüber
    • dem Gegner
    • dem eigenen Kapitän und der eigenen Mannschaft
    • der Rolle der Schiedsrichter
    • dem Spiel und seinen traditionellen Werten
  5. Es verstößt gegen die Ideale des Cricketsports,
    • die Entscheidungen eines Schiedsrichters durch Wort, Tat oder Gesten zu kritisieren
    • einen Gegner oder Schiedsrichter zu beleidigen
    • sich an Betrug oder unlauteren Praktiken zu beteiligen. Hierzu gehören die folgenden Beispiele:
    (a) Einspruch im Wissen, dass der Batsman nicht aus ist
    (b) aggressives Vorgehen gegen den Schiedsrichter beim Einlegen eines Einspruchs
    (c) Versuche, den Gegner verbal oder durch Belästigung, durch ständiges Klatschen oder unnötige Geräusche, unter Vorwand der Begeisterung oder Anfeuerung der eigenen Mannschaft abzulenken.
  6. Gewalt
    Jegliche Form von Gewalt hat auf dem Spielfeld nichts zu suchen.
  7. Spieler
    Die Kapitäne und Schiedsrichter bestimmen im Spielablauf gemeinsam den Umgangston. Von jedem Spieler wird erwartet, dass er dazu in hohem Maße beiträgt.

Laws of Cricket 2000 Code 4th Edition 2010 GERMAN

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